Klage der Bundesanwaltschaft in Illinois.
Vorigen Mittwoch hat die Polizei in Florida den 31-jährigen Timothy Holmes verhaftet und in Fort Myers einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Holmes stammt aus Chicago und wurde dort angeklagt, mit der Beschiessung einer Synagoge gedroht zu haben. Dies sollte als Vergeltung für die Tötung des Religionsführers Ayatollah Ali Chamenei im Iran durch einen israelischen Luftangriff geschehen.
Laut der beim Bundesgericht in Chicago eingereichten Anklageschrift hat Holmes am 3. März auf X gepostet: «Ich werde eine Synagoge beschiessen». Er reagierte damit auf einen Beitrag des offiziellen Accounts der israelischen Regierung zum Tod Chameneis. Das FBI brachte weitere Online-Drohungen von Holmes ans Licht. So gab er die US-Adresse eines Verwandten eines namentlich nicht genannten israelischen Beamten preis, begleitet von den Botschaften: «Der Jude wird vernichtet und entsorgt werden»; sowie «Vom Fluss bis zum Meer wird jeder Jude sterben.»
Der zuständige Richter Nicholas Mizell in Fort Myers setzte eine Kaution in Höhe von 100'000 Dollar fest und ordnete an, Holmes unter elektronische Überwachung zu stellen. Der Termin für seinen nächsten Gerichtstermin in Chicago steht noch nicht fest (Link).
Laut JTA wurde Holmes bereits am Montag in Florida aus der Haft entlassen, also nicht nach Chicago überstellt (Link).