Israel hat einem US-amerikanischen rechtsextremen Aktivisten die Einreise verweigert, nachdem die radikale Trump-Unterstützerin Laura Loomer nach eigenen Angaben den israelischen Diaspora-Minister Amichai Chikli kontaktiert hatte. Das berichtet die Zeitung «Haaretz».
Bei dem Betroffenen handelt es sich laut dem Bericht um den rechten Influencer Tyler Oliveira. Er sei nach seiner Landung in Israel von den Behörden zurückgewiesen worden. Loomer erklärte öffentlich, Chikli habe ihr bestätigt, dass Oliveira wegen früherer Kontakte zu rechtsextremen Kreisen und antisemitischen Verschwörungserzählungen nicht einreisen dürfe.
Oliveira hatte demnach in der Vergangenheit Inhalte verbreitet, die mit Verschwörungstheorien über eine angebliche „jüdische Invasion“ in Verbindung gebracht wurden. Nach Angaben von Haaretz begründeten israelische Behörden die Entscheidung mit Sicherheits- und Einwanderungsbestimmungen.
Der Fall sorgt in Israel und den USA für Aufmerksamkeit, weil Loomer selbst seit Jahren wegen islamfeindlicher und extremistischer Aussagen umstritten ist. Die Aktivistin gilt als Teil des radikalen rechten Umfelds rund um Donald Trump.
Israels Regierung hatte in den vergangenen Jahren wiederholt ausländischen Aktivisten die Einreise verweigert — meist im Zusammenhang mit Boykottaufrufen gegen Israel oder extremistischen Positionen.