USA 25. Feb 2026

Jüdischer Dachverband fordert deutliche Erhöhung von Sicherheits-Budget

Grundsatzrede von Eric Fingerhut.  

In seinem Vortrag zur Lage jüdischer Gemeinden in den USA hat Eric Fingerhut als CEO der Jewish Federations of North America (JFNA) jüngst in Washington an den Kongress appelliert, die Mittel für das «Nonprofit Security Grant Program» auf eine Milliarde Dollar jährlich zu erhöhen und dieses Budget für die Sicherheit religiöser Gemeinschaften Programm flexibler und benutzerfreundlicher zu gestalten. Fingerhut forderte zudem die Gouverneure von Gliedstaaten auf, eine Steuergutschrift für Bildungszwecke zu unterstützen. Zudem sollte Washington die Kosten für Sicherheitspersonal von jüdischen Schulen und Synagogen zu übernehmen, um diese Gemeindeeinrichtungen zu entlasten. 

Fingerhut hält auch verstärkte Anstrengungen des FBI zur Aufdeckung und Bekämpfung von inländischem Terrorismus; die Unterstützung der staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden beim Schutz jüdischer Einrichtungen; eine Rechenschaftspflicht von Social-Media-Unternehmen für antisemitische Hetze und Aufrufe zur Gewalt über ihre Plattformen, sowie eine konsequentere Verfolgung von Hassverbrechen für geboten. 

Diese Forderung nach mehr Sicherheit erfolgt vor dem Hintergrund spektakulärer Hassverbrechen gegen jüdische Gemeinden und Personen in den USA, darunter der Brandanschlag auf die Beth Israel Synagoge in Jackson, Mississippi, im Januar. 

Laut der JFNA nehmen die Anmeldezahlen für jüdische Schulen und Ferienlager seit dem 7. Oktober anhaltend zu. Dies mache eine Erhöhung staatlicher Hilfen für Bildung und Sicherheit um so dringender, so Fingerhut. Die JFNA setzte sich zudem für die Verabschiedung eines von beiden Kongress-Parteien getragenen Gesetzes zum Schutz von Studierenden auf dem Campus ein. Dieses würde staatlich geförderte Hochschulen verpflichten, Studierende über ihre Bürgerrechte zu informieren und ihnen leicht zugängliche Informationen zur Einreichung von Diskriminierungsbeschwerden bereitzustellen (Link).
 

Andreas Mink