Angriffe auf die Städte Marib und al-Makha.
Berichten lokaler Medien zufolge haben die Huthi-Rebellen in der Nacht zum Sonntag Salven von Raketen und Drohnen auf Marib und die Küstenstadt al-Makha (Mocha) am Roten Meer abgefeuert und dabei mehrere Menschen getötet, darunter den Leiter des Flughafens von al-Makha. In Marib sollen sechs ballistische Raketen und vier Drohnen in Wohnviertel eingeschlagen sein; dabei wurden vier Menschen verletzt, sowie Häuser und zivile Infrastruktur beschädigt.
Die Angriffe folgen Attacken in der letzten Woche. Die Huthi nehmen nach saudischen Luftangriffen im Juli eine Offensive gegen von den Saudis im Jemen unterstützte Kräfte der nominellen Regierung auf. Deren Militär gab am Samstag und Sonntag 181 Operationen gegen Stellungen der Huthi in mehreren Gouvernements bekannt. Dabei seien Dutzende Kämpfer getötet oder verwundet wurden. Die Huthi bestätigten den Tod von vier ihrer Mitglieder.
Bereits Anfang des Monats hatten die Huthi Militärlager in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen und dabei mindestens 30 Regierungssoldaten getötet – die verlustreichste Episode des Konflikts seit Jahren. Weitere Kämpfe werden in Provinzen wie al-Jawf, al-Dhalea und Taiz vermeldet (Link).
Die Eskalation zwischen den mit Iran verbündeten Huthi und den mit den Saudis liierten Regierungstruppen lässt den von Trump zum Wochenende verkündeten Schwenk von militärischen Operationen gegen Teheran zu einer See- und Wirtschaftsblockade als unrealistisch erscheinen. Eine Ausweitung der Kämpfe im Jemen könnte rasch auf den Persischen Golf und den Seeverkehr im Roten Meer durchschlagen.