Israelische Extremisten sollen bei möglichem Geisel-Deal begnadigt werden.
Im Rahmen laufender Verhandlungen über einen Geisel-Austausch prüft Präsident Isaac Herzog, einen jüdischen Extremisten zu begnadigen, der wegen des Mordes an sieben Palästinensern verurteilt wurde. Ziel ist es, rechten Widerstand gegen die erwartete Freilassung palästinensischer Gefangener abzuschwächen und die Chance auf einen erfolgreichen Austausch israelischer Geiseln zu erhöhen.
Israels Präsident Isaac Herzog zieht laut israelischen Medien eine Begnadigung eines jüdischen Terroristen in Betracht, der für die Ermordung von sieben Palästinensern verurteilt wurde. Ein solcher Schritt soll das politische Gleichgewicht wahren, da im Zuge eines möglichen Deals mit der Hamas zahlreiche palästinensische Gefangene freigelassen werden könnten.
Insbesondere rechtsgerichtete und religiöse Gruppen lehnen einen umfassenden Gefangenenaustausch immer wieder ab. Mit der Begnadigung will die Regierung offenbar den rechten Widerstand mildern und dadurch die Chancen für eine Einigung mit der Hamas über die Freilassung israelischer Geiseln verbessern.
Kritiker warnen, dass die geplante Begnadigung sowohl innenpolitisch als auch international für grosse Kontroversen sorgen könnte und die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern weiter verschärfen würde. Befürworter sehen darin hingegen ein notwendiges Zugeständnis, um die Rückkehr der Geiseln zu ermöglichen und ein politisches Gleichgewicht in der angespannten Lage zu sichern.
Das Büro von Präsident Herzog hat bisher nicht offiziell bestätigt, dass eine Begnadigung beschlossen wurde. Die Debatte rund um den geplanten Schritt zeigt jedoch: Der Druck auf die israelische Regierung wächst, Zugeständnisse zu machen, damit der Geisel-Deal zustande kommt.