New York City 07. Jan 2026

Ehrengast bei Chabad-Gala

Al-Ahmed erschien bei einem Treffen mit jüdischen Gemeindeleitern mit einer Kippa.

Der australisch-syrische Ladenbesitzer Ahmed al-Ahmed ist in die USA gereist, um sich weiter medizinisch behandeln zu lassen und als Ehrengast an einer jüdischen Veranstaltung teilzunehmen. 

Al-Ahmed hatte beim Terroranschlag auf eine Chanukka-Feier in Bondi Beach am 14. Dezember einen der beiden Attentäter entwaffnet und dabei selbst mehrere Schussverletzungen erlitten. Fünfzehn Menschen kamen insgesamt ums Leben. Nach seiner Ankunft in Los Angeles wurde Al-Ahmed von Vertretern des Federal Bureau of Investigation empfangen. Auf Instagram dankte er den Beamten für ihre «aussergewöhnliche Fürsorge und ihren Schutz». Nach zwei Wochen im Spital in Sydney will er seine «Behandlungsreise» nun in den USA fortsetzen und bat um Gebete. In New York nahm Al-Ahmed gemeinsam mit dem Bondi-Rabbiner Yehoram Ulman an einem Gala-Abend der Chabad-Lubavitch teil. Ulman hatte nach dem Anschlag zahlreiche Opfer beerdigt, darunter Gemeindemitglieder und seinen Schwiegersohn. Zuvor besuchten beide das Grab des Lubawitscher Rebben in Queens. Al-Ahmed, der Muslim ist, erschien bei einem Treffen mit jüdischen Gemeindeleitern mit einer Kippa. Die Organisatoren würdigten seinen Einsatz als Beispiel für «moralische Klarheit und Mut in Echtzeit». Auch in Australien wurde er geehrt: Beim Ashes-Test in Sydney erhielt er gemeinsam mit Überlebenden und Ersthelfern tosenden Applaus, zudem wurde ihm eine Medaille der Generalgouverneurin verliehen. «Ich habe nur meine Pflicht als Mensch getan», sagte Al-Ahmed später. Sein Eingreifen habe gezeigt, dass es «kein jüdisches, sondern ein menschliches Anliegen» sei, Leben zu schützen. 

Redaktion