Epstein-Affäre 26. Feb 2026

Der Sexualverbrecher soll Computer und Fotos versteckt haben

Jeffrey Epstein

Bricht des britischen «Telegraph» über geheime Lagerräume Epsteins vielerorts in den USA.  

Laut dem britischen «Telegraph» vorliegenden Dokumenten (die in dem Bericht gezeigt werden) hat Jeffrey Epstein ab etwa 2003 nach ersten Missbrauchs-Vorwürfen gegen ihn Privatdetektive beauftragt, elektronische Geräte aus seinem Anwesen in Palm Springs, Florida, zu entfernen, um darauf enthaltene Informationen vor Ermittlern zu schützen. Später soll er Gerät und Material aus weiteren Wohnsitzen einschliesslich seiner karibischen Privatinsel Little Saint James in mindestens sechs Lagerräume deponiert haben.

Dem «Telegraph» vorliegende Kreditkartenabrechnungen belegen regelmässige Zahlungen für die Lagerräume bis zu Epsteins Todesjahr 2019. Anscheinend haben US-Behörden die Lagerräume nie durchsucht. Der Bericht vermutet daher, dass grössere Mengen an Beweismaterial zu Epstein und seinen diversen Geschäftspartnern oder Komplizen noch der Entdeckung harren. Obwohl Epstein schon lange im Verdacht stand, kompromittierendes Material über seine Kontakte gesammelt zu haben, sind vergleichsweise wenige Fotos oder Videos dieser Art aufgetaucht. Dies schürt laut dem Bericht Spekulationen, wonach das US-Justizministerium «mächtige Persönlichkeiten vor genauerer Überprüfung schützen» wolle.

Zum Zeitpunkt seines Todes besass Epstein fünf weitläufige, mit Lauschtechnik ausgestattete Anwesen in den USA und Frankreich. Fotos der Anwesen von US-Behörden nach seiner Verhaftung 2019 dokumentieren die Existenz grosser, leerstehender Lagerräume und Keller. Daher ist unklar, warum Epstein zusätzliche Lagerräume angemietet. Das FBI hat jedoch erklärt, es gebe keine Beweise dafür, dass Epstein kompromittierendes Material aufbewahrt hat (Link).

Andreas Mink