Meldung von Reuters; iranisches Stehvermögen.
Während des seit zehn Tagen andauernden Krieg mit dem Iran sind bis zu 150 amerikanische Militär verwundet worden. Dies vermeldet die Nachrichtenagentur Reuters in Berufung auf anonyme Regierungsquellen. Diese Zahl war anhin nicht öffentlich bekannt. Bislang hatte das Pentagon lediglich acht schwerverletzte US-Soldaten gemeldet. Nach der Veröffentlichung des Berichts schätzte das Pentagon die Zahl der Verwundeten auf etwa 140 und erklärte, die überwiegende Mehrheit davon seien nur leicht verletzt und 108 der Verwundeten seien bereits wieder im Dienst.
Reuters konnte weder die Art der Verletzungen herausfinden, noch das Auftreten traumatischer Hirnverletzungen darunter, die nach Explosionen häufig auftreten. Laut dem Pentagon ist die Zahl der iranischen Angriffe seit Kriegsbeginn aufgrund amerikanischer Angriffe auf Waffenarsenale und Raketenwerfer deutlich gesunken. Auf die Frage, ob der Iran ein stärkerer Gegner sei als erwartet, erklärte General Dan Caine als Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs am Dienstag gegenüber Reportern: «Sie kämpfen, und das respektiere ich, aber … sie sind nicht gefährlicher, als wir dachten» (Link).
Gleichwohl ist das iranische Militär laut Pentagon-Quellen der «New York Times» fähig, seine Taktik den Bombardierungen anzupassen. Dies angesichts von Behauptungen Trumps, wonach die USA den Krieg gewinnen. So habe der Iran wichtige amerikanische Luftverteidigungs- und Radarsysteme in der Region angegriffen und von der Islamischen Republik hätten Hotels in der Region etwa im irakischen Erbil attackiert, die von US-Truppen frequentiert werden. Dies zeige, wie gut Iran über die amerikanische Präsenz informiert sei.
Aus amerikanischer Sicht habe Iran anscheinend akzeptiert, den USA und Israel in Sachen Feuerkraft unterlegen zu sein. Doch bereits ein Aushalten angesichts des Bombardements könne Teheran erlauben, den Sieg für sich zu beanspruchen. Die iranischen Militärs scheinen gezielt als amerikanische Schwachstellen eingestufte Ziele anzugreifen: Abfangraketen und Luftverteidigungssysteme, die zum Schutz von Truppen und Anlagen in der Region dienen (Link).