Nebeneffekt der momentan blockierten Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount.
Die Klage von rund einem Dutzend demokratisch regierter US-Gliedstaaten gegen die Übernahme des Medien-Konglomerats Warner Bros. Discovery durch die von David Ellison geführte Paramount für rund 110 Milliarden Dollar löst eine Suche nach Auswegen bei Paramount auf. Dazu gehört der separate Verkauf des zu Warner gehörigen Nachrichtenkanals CNN. So könnte eine unter Demokraten befürchtete Konzentration von Nachrichten-Medien unter Kontrolle von David und dessen Vater Larry Ellison verhindert werden. Beide stehen Trump nahe und Paramount hat bereits im Vorjahr CBS News übernommen. Dort sieht sich die von David Ellison eingesetzte Chefredakteurin Bari Weiss Widerständen in der Redaktion gegen einen angeblich Trump-freundlichen Kurs ausgesetzt.
Vor diesem Hintergrund ist die Äusserung von Barry Diller bei einer Veranstaltung des «Wall Street Journal» zu sehen, dass er CNN aus dem Stand heraus in sein Medienunternehmen übernehmen würden: «Absolut, ich würde es heute Abend und morgen Abend tun.» CNN werde schlecht geführt und sei «reif» für Innovationen vor allem bei Inhalten. Konkreter wurde der 84-jährige Branchen-Veteran nicht.
Diller strukturiert derzeit seine Interactive Corp. (IAC) nach der Übernahme des gleichnamigen Entertainment-Titels in «People Inc.» um und nimmt dabei drastische Personal-Kürzungen vor. Betroffen sind voraussichtlich mehrere Dutzend Mitarbeiter in der Unternehmenszentrale (Link).