Westbank 27. Jul 2026

Ausweitung der Militäroperationen 

Der israelische Ministerpräsident Binyamin Netanyahu bei der staatlichen Gedenkfeier für Ze'ev Jabotinsky in Jerusalem, Dienstag, 14. Juli 2026.  

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat angekündigt, die Armee sei bereit, ihre Einsätze gegen sogenannte «Terrornester» im besetzten Westjordanland auszuweiten. 

Nach einer Sicherheitslagebesprechung erklärte er, die IDF werde ihre Operationen bei Bedarf intensivieren, um weitere Anschläge zu verhindern. 
Die Ankündigung erfolgt nach den tödlichen Auseinandersetzungen nahe Nablus vom vergangenen Freitag. Dabei kamen mehrere Palästinenser sowie zwei Israelis – ein Soldat und ein Siedler – ums Leben. In der Folge riegelte die Armee Teile des Nordwestjordanlands ab, verstärkte ihre Truppenpräsenz und bereitete eine grössere Anti-Terror-Operation vor. 

Netanyahu betonte, Israel werde «mit aller Härte» gegen militante Gruppen vorgehen. Parallel dazu kündigte seine Regierung weitere Massnahmen gegen palästinensische Strukturen an, darunter verschärfte Sicherheitsvorkehrungen sowie Schritte zur Stärkung israelischer Siedlungen. Kritiker sehen darin eine weitere Eskalation der ohnehin angespannten Lage im Westjordanland. 

Das Westjordanland erlebt seit Monaten eine deutliche Zunahme der Gewalt. Neben israelischen Militäroperationen haben auch Übergriffe extremistischer Siedler auf palästinensische Ortschaften zugenommen. Die jüngsten Ereignisse fallen zudem in den laufenden israelischen Wahlkampf, in dem Sicherheits- und Siedlungspolitik eine zentrale Rolle spielen. 

Redaktion