Uno 22. Sep 2026

Jüdische Ökonomin führt Rennen um Uno-Spitze an

Die Ökonnomin Rebeca Grynspan.

Die costaricanische Ökonnomin Rebeca Grynspa liegt im Rennen um die Nachfolge von Uno-Generalsekretär António Guterres wieder vorne. Eine klare Favoritin gibt es jedoch weiterhin nicht.

Bei der dritten geheimen Probeabstimmung im Uno-Sicherheitsrat erhielt Grynspan neun unterstützende und fünf ablehnende Stimmen; ein Mitglied enthielt sich einer Wertung. Die frühere Vizepräsidentin Costa Ricas und derzeitige Generalsekretärin der Uno-Konferenz für Handel und Entwicklung hatte bereits die erste Abstimmungsrunde angeführt. In der zweiten Runde war sie von der guyanischen Diplomatin Carolyn Rodrigues-Birkett überholt worden, die nun acht unterstützende Stimmen erhielt.
Da bei der jüngsten Abstimmung nicht kenntlich gemacht wurde, wie die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats votierten, bleibt offen, ob Grynspan mit einem möglichen Veto rechnen muss. Für eine Empfehlung benötigt ein Kandidat mindestens neun Stimmen und darf von keiner Vetomacht blockiert werden.
Grynspan ist die Tochter jüdischer Holocaust-Flüchtlinge und unterhält enge familiäre Beziehungen zu Israel. Israels Uno-Botschafter Danny Danon kritisierte, bislang habe keiner der Kandidaten einen detaillierten Plan zur Bekämpfung des institutionellen Antisemitismus innerhalb der Vereinten Nationen vorgelegt. 
 

Redaktion