Kunst 26. Mär 2026

Ausstellung ehrt Gertrude Stein

Die bedeutende Galeristin ist Ende Februar im Alter von 98 Jahren verstorben.

Heute Donnerstag eröffnet die Westwood Gallery NYC zwei miteinander verbundene Ausstellungen: «NO!art: Downtown Rebellion, 1960s» – mit Fokus auf die Gründer der NO!art-Bewegung Boris Lurie, Sam Goodman und Stanley Fisher – sowie «Tribute Exhibition: Gertrude Stein (1927–2026), NYC Gallerist», die Stein gewidmet ist. Sie hat von Anfang der 1960er Jahre an die Arbeit experimenteller und von Aussenseiter-Künstlern unterstützt.

Auf zwei Etagen werden über fünfzig Werke gezeigt, darunter Gemälde, Mixed-Media-Arbeiten, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus den 1960er Jahren, die der NO!art-Bewegung zuzuordnen sind. Eine Installation auf der unteren Ebene umfasst weitere Werke, Fotografien und Archivmaterial zu Ausstellungen in der «Gallery: Gertrude Stein», sowie persönliche Gegenstände aus Steins Sammlung (Link).

Ein bleibendes Verdienst der bedeutenden Galeristin und Kunst-Expertin ist die Gründung der dem Holocaust-Überlebenden und Avantgardisten Boris Lurie gewidmeten «Boris Lurie Art Foundation» nach dessen Tod im Jahr 2008. Die Stiftung zeigt derzeit gleich zwei Ausstellungen: «Speaking in Pairs» in der Galerie des Hunter College in Manhattan (bis 19. April) mit Portraits und Auseinandersetzungen mit dem Genre, die mehr als achtzig Mitwirkende – Künstler, Historiker, Juristen, Mediziner, Schriftsteller, Kuratoren und andere – vornehmen.

Am Holocaust Museum Houston ist bis zum 19. Juli «Boris Lurie: Nothing To Do But To Try» zu sehen, eine Ausstellung rund um das Frühwerk Luries nach seinem Überleben des Ghettos Riga und der Auswanderung in die USA. Die Show lief bereits mit grosser Resonanz bei Publikum und Kritik am Museum of Jewish Heritage in Lower Manhattan (Link).

Andreas Mink