USA-Terrorismus 16. Mär 2026

Attentäter von Michigan angeblich Bruder eines Hisbollah-Kommandanten

Polizeifahrzeuge vor dem Temple Israel in West Bloomfield (Michigan), nachdem dort ein bewaffneter Angriff stattfand.  

Angaben der IDF.

Wie das israelische Militär am Sonntag mitgeteilt hat, war der Bruder der Mannes, der am vergangenen Donnerstag in Michigan mit einem Lastwagen in eine Synagoge gefahren war, ein Kommandeur der Hisbollah. Dieser sei Anfang Monat bei einem israelischen Luftangriff im Libanon getötet worden. 

Der Attentäter Ayman Mohamad Ghazali war ein eingebürgerter US-Staatsbürger und im Libanon aufgewachsen. Laut einem libanesischen Regierungsvertreter und einem muslimischen Gemeindevertreter aus Michigan kamen vier seiner Verwandten am 5. März bei einem israelischen Luftangriff ums Leben: sein Bruder Ibrahim und dessen zwei Kinder, sowie ein weiterer Bruder, Qassem. 

Die IDF stellt keine Verbindung zwischen Ghazali in Michigan und der Hisbollah her. Ein Vertreter der Hisbollah bestritt gegenüber der «New York Times», dass Ibrahim oder dessen Familie der Gruppe angehörten. Laut der IDF hat Ibrahim Ghazali jedoch eine Einheit der bewaffneten «Badr-Einheit» der Hisbollah im südlichen Libanon geführt.

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums haben israelische Angriffe im Libanon seit Ende Februar bislang etwa 800 Menschenleben gefordert.

Mohamad Ghazali hatte laut dem dortigen Imam am 8. März in einer Moschee in Dearborn Heights, Michigan, an einer Gedenkfeier für seine getöteten Familienangehörigen teilgenommen. Vier Tage später durchbrach er mit einem Truck das Eingangstor des Temple Israel in West Bloomfield Township und fuhr einen Korridor entlang. Er lieferte sich ein Schussgefecht mit Sicherheitskräften, nachdem sein Fahrzeug im Korridor steckengeblieben war, und nahm sich anschliessend das Leben. Das Fahrzeug war mit Feuerwerkskörpern beladen. Ein Wachmann wurde verletzt. Rund 140 Kinder und Mitarbeiter der dem Tempel angeschlossenen Vorschule konnten sicher evakuiert werden (Link).

Andreas Mink