Der Technologiekonzern Apple hat sich in einem Verfahren wegen der mutmasslichen Diskriminierung eines jüdischen Mitarbeiters auf einen Vergleich geeinigt.
Apple zahlt dem früheren Mitarbeiter Tyler Steele 150’000 Dollar. Die US-Gleichstellungsbehörde EEOC hatte dem Unternehmen vorgeworfen, Steele die Einhaltung des Schabbats verwehrt und ihn nach Beschwerden über religiöse Diskriminierung entlassen zu haben.
Steele arbeitete seit 2007 als «Apple Genius» in einem Geschäft in Reston im US-Bundesstaat Virginia und konvertierte 2023 zum Judentum. Zunächst durfte er freitags und samstags freinehmen. Ein neuer Vorgesetzter hob diese Regelung jedoch auf und soll Steele mit antisemitischen Äusserungen konfrontiert haben. Im Januar 2024 wurde Steele entlassen, wenige Tage nachdem er sich geweigert hatte, an einem Freitag zu arbeiten.
Apple bestreitet ein Fehlverhalten. Im Rahmen des Vergleichs verpflichtet sich der Konzern jedoch neben der Zahlung auch zu Schulungen über religiöse Diskriminierung und angemessene Rücksichtnahme am Arbeitsplatz. Die Vereinbarung gilt für zwei Jahre.