Washington 22. Jul 2026

Aoun stellt Ende der Feindseligkeiten mit Israel in Aussicht

US-Präsident Donald Trump schüttelt dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun während ihres Treffens im Oval Office des Weissen Hauses in Washington die Hand.  

Das Treffen im Weissen Haus nährt Hoffnungen auf eine langfristige Entspannung zwischen dem Libanon und Israel.

Bei seinem Besuch im Weissen Haus hat der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärt, das strategische Ziel seines Landes sei es, die Feindseligkeiten mit Israel «für immer» zu beenden. US-Präsident Donald Trump sagte Unterstützung für den Libanon zu und stellte sogar Gespräche mit der Hisbollah in Aussicht, falls Beirut dies wünsche.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington eine bemerkenswerte Perspektive für die Beziehungen zu Israel formuliert. Das langfristige Ziel des Libanon sei es, den «Zustand der Feindseligkeit mit Israel für immer zu beenden», sagte Aoun im Oval Office. Zugleich betonte er, Voraussetzung dafür seien ein vollständiger israelischer Rückzug aus dem Südlibanon sowie die Stärkung der libanesischen Staatlichkeit. 

Trump sicherte Beirut weitere Unterstützung zu und erklärte, die USA würden dem Libanon «sehr helfen». Überraschend zeigte er sich auch offen für Gespräche mit der Hisbollah, sollte die libanesische Regierung darum ersuchen. Zudem kündigte er an, direkte Flugverbindungen zwischen den USA und dem Libanon wieder zu ermöglichen. 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Umsetzung der Waffenruhe, der schrittweise Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon sowie die Entwaffnung der Hisbollah. Aoun bekräftigte seine Absicht, das staatliche Gewaltmonopol wiederherzustellen und die libanesischen Streitkräfte als einzige legitime bewaffnete Kraft im Land zu stärken. 

Aouns Aussage gilt als eine der deutlichsten öffentlichen Formulierungen eines libanesischen Staatsoberhaupts zugunsten einer dauerhaften Beendigung des Konflikts mit Israel. Ob daraus direkte diplomatische Schritte oder gar ein Friedensabkommen erwachsen, bleibt jedoch offen. 

Redaktion