Unterstützung von Organisationen soll auch Feindseligkeit gegen Muslime kontern.
Die von George Soros gegründete und seinem Sohn Alex geführten Open Society Foundations geben Zuwendungen von insgesamt 30 Millionen Dollar an Organisationen bekannt, die Feindseligkeit gegen Juden und den Islam bekämpfen. Alex Soros erklärte dazu er sich sich als «Sohn eines Holocaust-Überlebenden und als Jude mir der Gefahren des Antisemitismus zutiefst bewusst.»
Die Fördermittel sollen über die nächsten drei Jahre an Organisationen ausgezahlt werden, die von linken Positionen aus mit etablierten Gruppen wie der ADL konkurrieren. Dazu gehören «Bend the Arc» und das «Nexus Project». Die Open Society Foundations sehen sich verpflichtet, «zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik an der Politik der israelischen Regierung zu unterscheiden, sofern diese gegen internationale Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht verstösst.»
Das «Nexus Project» expandiert seit 2024 und hat eine Alternative zur Arbeitsdefinition von Antisemitismus der «International Holocaust Remembrance Alliance» (IHRA) entwickelt, welche Kritik an Israel eher als antisemitisch einstuft und von grossen jüdischen Organisationen, der US- und europäischen Regierungen verwandt.
Das «Nexus Project» will die neuen Fördermittel von Soros in den Aufbau eines Forschungszentrums für Antisemitismus investieren. Leiter ist Aryeh Tuchman, der die DL jüngst verlassen hat und der Organisation nun vorwirft, ihre «Botschaften» stünden «nicht immer mit den Erkenntnissen überein, die ihre eigenen Daten liefern.» So würden sich 20 Prozent der 600 von der AD als antisemitisch eingestuften Vorfälle an Uni-Campussen auf Studenten beziehen, die Parolen wie «Vom Fluss bis zum Meer» verwendeten: «Wenn diese Erhebung umstrittene Vorfälle dieser Art im selben Bericht aufführt wie den Fall eines Neonazis, der ein Hakenkreuz an eine Synagoge schmiert – und dies lediglich in einer Gesamtzahl zusammenfasst –, dann kann diese Zahl unser Verständnis dessen, was tatsächlich vor sich geht, unter Umständen verzerren», so Tuchman.
Gleichwohl verfügen etablierte Organisationen wie die ADL laut dem «Forward» weiterhin über deutlich höhere Budgets und auch Einfluss als Nexus und andere, von Soros unterstützte Verbände (Link).