Umfrage von «CBS News» zeigt Ablehnung und Sorgen um Lebenshaltungskosten.
Einzelne Ziele der amerikanisch-israelischen «Militär-Operation» gegen Iran stossen bei der amerikanischen Bevölkerung auf Zustimmung. Dennoch wünscht bei einer neuen Umfrage von CBS News und dem YouGov-Institute eine überwältigende Mehrheit von 92 Prozent der Befragten ein möglichst schnelles Ende des Krieges. Denn allerorten werden die dadurch ausgelösten Preissteigerungen bei Benzin und Diesel um ein Viertel oder mehr bereits spürbar.
Auch deshalb sind Trumps Sympathie-Werte bei seinen einstigen Gewinner-Themen Wirtschaft und Inflation auf 37 und 33 Prozent gefallen. 58 Prozent erwarten längerfristig hohe Treibstoff-Preise und eine deutliche Mehrheit befürchtet dadurch eine Schwächung der heimischen Wirtschaft, bis hin zu einer Rezession. Und mehr als zwei Drittel sind nicht Willens, des Kriegs halber höhere Treibstoffpreise hinzunehmen.
Gleichwohl halten Mehrheiten für wichtig, das iranische Atomprogramm zu stoppen und die Freiheit des iranischen Volkes zu gewährleisten. Auch wäre es inakzeptabel, bliebe das iranische Regime am Ende des Konflikts an der Macht. Dafür plädiert allerdings nur eine schwache Mehrheit von 53 Prozent, während 57 Prozent der Auffassung sind, dass der «Krieg schlecht oder nicht sonderlich gut für Amerika läuft». Numerische Mehrheiten erwarten durch den Krieg sogar eine erhöhte Gefährdung des Landes.
Insgesamt lehnen 60 Prozent den Krieg ab. Hier schlägt die politische Haltung durch, denn 92 Prozent der Demokraten, 69 Prozent der Parteilosen und immerhin 16 Prozent der Konservativen sind gegen die «Militär-Operation» gestimmt.
Seit dem 5. März ist zudem der Anteil von Menschen, die sich eine bessere und klarere Begründung des Krieges von Trump wünschen, von 62 auf 68 Prozent gestiegen. Die Meisten betrachten den aktuellen Konflikt als einen «Krieg der Wahl», der nicht aus zwingender Notwendigkeit geführt werde (Link).