Die ehemalige Hamas-Geisel Maxim Herkin hat ein Buch über seine mehr als zweijährige Gefangenschaft im Gazastreifen veröffentlicht. Das auf Hebräisch erschienene Werk trägt in der englischen Übersetzung den Titel «Coming to Light». Darin schildert Herkin seine Zeit in den Hamas-Tunneln und wie es ihm gelang, seine Identität als Reserveoffizier der israelischen Armee geheim zu halten. Der heute 37-Jährige war am 7. Oktober 2023 vom Nova-Musikfestival bei Reim entführt worden. Es war laut Berichten das erste Rave-Festival seines Lebens. Gemeinsam mit Freunden versuchte er vor dem Hamas-Massaker zu fliehen. Zwei seiner Begleiter, Matías und Einav Burstein, wurden dabei ermordet. Herkin kam erst am 13. Oktober 2025 frei. Laut dem Verlag Steimatzky schrieb Herkin während seiner Gefangenschaft heimlich Tagebuch. Seine Bewacher hätten nie erfahren, dass er Offizier der israelischen Streitkräfte war. In sozialen Medien erklärte Herkin nun, die Geschichte habe lange «in ihm gelebt» und sei nun endlich ein Buch geworden. Er hoffe, die Seiten würden Menschen berühren und ihnen etwas Echtes vermitteln. Im Buch beschreibt Herkin nicht nur die Bedingungen der Gefangenschaft, sondern auch Entscheidungen, die ihm beim Überleben halfen. Berichten zufolge sammelte er sogar Informationen über seine Umgebung und die Hamas. Später erzählte er zudem, wie Geiseln in den Tunneln mithilfe der Kabel von Lampen heimlich israelisches Radio empfangen konnten. Herkin war gemeinsam mit mehreren anderen Geiseln festgehalten worden, darunter Ohad Ben Ami. Wie andere ehemalige Geiseln beschreibt auch Herkin das Schreiben als Teil seines Heilungsprozesses nach der Gefangenschaft.
Maxim Herkin
29. Mai 2026
Geheimnis
Emily Langloh