Rachel Goldberg-Polin 23. Jan 2026

Abschied

Rachel Goldberg-Polin, die seit dem 7. Oktober 2023 weltweit für die Freilassung israelischer Geiseln eingetreten ist, veröffentlicht im Frühjahr ihre Memoiren. Das Buch mit dem Titel «When We See You Again» («Wenn wir dich wiedersehen») erscheint am 21. April beim Verlag Random House, einem Imprint von Penguin Random House. Darin beschreibt die in Chicago geborene Pädagogin, die heute in Jerusalem lebt, ihren Weg durch Trauer, Hoffnung und Verlust nach der Entführung ihres Sohnes. Ihr Sohn Hersh Goldberg-Polin war Teilnehmer eines Musikfestivals im Süden Israels, als Terroristen der Hamas angriffen. Er wurde schwer verletzt und verschleppt. In den folgenden Monaten reisten Rachel Goldberg-Polin und ihr Mann um die Welt, sprachen vor den Vereinten Nationen, trafen Papst Franziskus und den damaligen US-Präsidenten Joe Biden und traten bei Kundgebungen auf. Jeden Morgen notierte sie die Zahl der Tage in Gefangenschaft auf ein Stück Klebeband, das sie auf ihrer Kleidung trug. Im September 2024 teilten israelische Behörden mit, dass Hersh und fünf weitere Geiseln tot in einem Tunnel im Süden des Gazastreifens gefunden worden seien. Zehntausende Menschen nahmen in Jerusalem am Abschied teil. Der Verlag kündigt das Buch als schonungslos und zutiefst bewegend an: eine Erzählung darüber, wie Menschen leiden, erinnern und weiterleben und wie Liebe selbst im tiefsten Schmerz Bestand haben kann.

Emily Langloh