basel 19. Jun 2026

60 Jahre Jüdisches Museum

Am Freitag, 12. Juni, feierte das Jüdische Museum der Schweiz sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass blickten Nadia Guth Biasini, Tochter der Gründungsdirektorin Katia Guth-Dreyfus und heutige Präsidentin des Vereins für das Jüdische Museum der Schweiz, sowie Museumsdirektorin Naomi Lubrich auf die Anfänge der Institution zurück. Gegründet wurde das Museum 1966 in Basel, im Jahr des 100. Jubiläums der rechtlichen Gleichstellung der Schweizer Juden. Die Verfassungsrevision von 1866 hatte ihnen die freie Niederlassung in der Schweiz ermöglicht. Das Museum sollte diesen historischen Meilenstein sichtbar machen und jüdische Geschichte und Kultur einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Zu den treibenden Kräften hinter dem Projekt gehörte die Kunsthistorikerin Katia Guth-Dreyfus. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Engagierter sammelte sie Objekte jüdischen Lebens und legte damit den Grundstein für eine bis heute einzigartige Institution. Das Jüdische Museum der Schweiz ist nach wie vor das einzige jüdische Museum des Landes und war das erste jüdische Museum im deutschsprachigen Raum, das nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Seit sechs Jahrzehnten bewahrt, erforscht und vermittelt das Museum jüdische Geschichte und Gegenwart. Aus einer Initiative weniger Personen entstand so eine Institution von nationaler Bedeutung, die bis heute Raum für Begegnung, Bildung und Erinnerung bietet.
www.juedisches-museum.ch

Emily Langloh