Mit einer Feier im Beit-Lessin-Theater wurde am Donnerstag, 28. Mai, die 28. Ausgabe des Dokumentarfilmfestivals Docaviv eröffnet. Bis zum Samstag, 6. Juni, verwandelt sich Tel Aviv erneut in einen Treffpunkt für Dokumentarfilmschaffende aus Israel und dem Ausland. Die Veranstalter zeigten sich erleichtert über den gelungenen Start. Noch wenige Tage vor Festivalbeginn war unklar, ob die grösste Dokumentarfilmveranstaltung Israels wie geplant stattfinden kann. Sicherheitsbedenken und die angespannte Lage in der Region hatten die Vorbereitungen überschattet. Trotzdem präsentiert Docaviv auch in diesem Jahr ein umfangreiches Programm mit israelischen und internationalen Produktionen. Auf dem Spielplan stehen Filme über Krieg, Demokratie, gesellschaftliche Konflikte und persönliche Schicksale. Zu den Gästen zählen zahlreiche internationale Filmschaffende. Festivaldirektorin Michal Weits bezeichnete die Durchführung des Festivals angesichts der vergangenen Monate als «Wunder». Für sie sei Docaviv ein Beweis dafür, dass kreative Arbeit auch in schwierigen Zeiten weitergehe. «Egal, was man tut, man kann Kreativität nicht stoppen», sagte sie. Die Eröffnung markierte den Auftakt zu zehn Tagen Filmvorführungen, Diskussionen und Begegnungen an verschiedenen Orten in Tel Aviv. Laut den Organisatoren sind viele Vorstellungen bereits nahezu ausverkauft.
Bis Samstag, 6. Juni, Tel Aviv.
www.docaviv.co.il
Tel Aviv
05. Jun 2026
Trotz Krieg und Boykottaufrufen
Emily Langloh