Jessica Tisch 05. Jun 2026

Solidarität

Die New Yorker Polizeichefin Jessica Tisch rückte bei der diesjährigen Israel-Parade ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Während Bürgermeister Zohran Mamdani als erster New Yorker Bürgermeister seit Jahrzehnten der traditionsreichen Veranstaltung fernblieb, vertrat Tisch die Stadt offiziell und marschierte an der Spitze des Umzugs mit. Die Parade auf der Fifth Avenue zog mehr als 50 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Unter dem Motto «Stolze Amerikaner, stolze Zionisten» demonstrierten jüdische Organisationen und Israel-Unterstützer ihre Verbundenheit. Tisch, die aus einer bekannten jüdischen Familie stammt und in der jüdischen Gemeinschaft New Yorks hohes Ansehen geniesst, bezeichnete die Parade als «einen der freudigsten Tage des Jahres». Bereits vor dem Anlass hatte sie angekündigt, trotz politischer Kontroversen «stolz» mitzumarschieren. Während Mamdani seine Abwesenheit mit seiner Haltung zu Israel begründete, wurde Tisch für viele Teilnehmer zur sichtbarsten Vertreterin der Stadt. Entlang der Route erhielt sie viel Zuspruch. Gemeinsam mit dem früheren Bürgermeister Michael Bloomberg marschierte sie hinter dem Banner der New Yorker Polizei. Zuschauer riefen ihr dabei «Jessie soll Bürgermeisterin werden!» zu. Die diesjährige Parade stand im Zeichen des zunehmenden Antisemitismus in den USA. Umso wichtiger sei es gewesen, Präsenz zu zeigen, betonte Tisch.

Emily Langloh