London 19. Jun 2026

Siedlungsangebote an Messe

Die Organisatoren der israelischen Immobilienmesse «Great Israeli Real Estate Event» in London haben sich entschuldigt, nachdem in Werbebroschüren Immobilienprojekte in israelischen Siedlungen im Westjordanland und in Ostjerusalem aufgetaucht waren. Zuvor hatten sie bestritten, dass auf der Veranstaltung Objekte jenseits der Grünen Linie angeboten würden. Die Messe in einer Synagoge im Londoner Stadtteil Edgware hatte bereits im Vorfeld politische Kritik ausgelöst. Über 100 britische Parlamentarier forderten ein Verbot der Veranstaltung und verwiesen darauf, dass die britische Regierung die israelischen Siedlungen als völkerrechtswidrig betrachtet. Die Veranstalter sprechen nun von einem Fehler in den Unterlagen. Aussteller seien angewiesen worden, keine Immobilien in den Siedlungen zu bewerben, und entsprechende Objekte seien auf der Messe nicht aktiv verkauft worden. Kritiker verweisen jedoch auf Broschüren, in denen Projekte in mehreren Siedlungen ausdrücklich aufgeführt waren. Die britischen Behörden prüfen die Vorwürfe. Begleitet wurde die Messe von Demonstrationen, bei denen die Polizei mehrere Personen festnahm. JTA berichtete, dass die Kontroverse die Debatte über den Umgang mit israelischen Siedlungen in Grossbritannien erneut angeheizt hat.

Redaktion