USA 01. Apr 2026

Seder der Polit-Prominenz

Eine kurzfristige Absage gab es allerdings.

Vier Wochen nach Angriffen der USA und Israels auf Iran und vor dem Hintergrund zunehmenden Antisemitismus seit dem 7. Oktober erhält ein Ritual der US-Politik besondere Aufmerksamkeit: Prominente richten einen Pessach-Seder aus oder nehmen daran teil. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani besuchte den «Downtown Seder» in Manhattan mit Gästen wie Don Lemon oder David Broza. Der angekündigte  Modi Rosenfeld hatte kurzfristig abgesagt (Link). Der 1991 von Michael Dorf eingeführte Anlass unterstützt die Stiftung Seeds of Peace. Mamdani plant zudem ein Seder mit städtischen Angestellten. Rabbiner Amichai Lau-Lavie sollte zugeschaltet werden. Zuvor hatte Mamdani bei einer Lebensmittelverteilung für orthodoxe Familien geholfen. Julie Menin organisierte mit dem Jewish Community Relations Council einen interreligiösen Seder im Tsion Cafe in Harlem, das nach Angriffen schliessen musste. Sie sprach von Hoffnung und verwies auf die Gleichzeitigkeit religiöser Feiertage als Zeichen für Einheit. Auch JB Pritzker und Josh Shapiro luden zu Sedern; letzterer erinnert an einen Brandanschlag vor einem Jahr und tritt verstärkt gegen Hass ein.

Andreas Mink