US-Popstar Pink hat sich nach heftigen Reaktionen auf ihre Kritik an Rapper Macklemore ausführlich zu Wort gemeldet. Die jüdische Sängerin hatte auf Instagram einen Beitrag der Organisation StopAntisemitism geteilt, der Macklemores Auftritte als Vorprogramm von Ed Sheeran im MetLife Stadium in New Jersey kritisierte. Der Rapper hatte dort «Free Palestine» gerufen, Israel des Genozids beschuldigt und während seines Songs «Hind’s Hall» Bilder aus Gaza gezeigt. Nach Kritik an ihrem Repost erklärte Pink nun, der geteilte Beitrag habe Formulierungen enthalten, die nicht ihre eigenen seien und die sie teilweise anders gewählt hätte. Gleichzeitig verteidigte sie den Kern ihrer Reaktion. Sie sei als Jüdin geboren worden und habe ihre Herkunft nie verborgen. Hamas bezeichnete sie als Terrororganisation, betonte aber zugleich, Palästinenser hätten ein Recht auf eine Zukunft, die ihre Menschlichkeit und ihre Hoffnungen respektiere. Der Schutz unschuldigen Lebens müsse überall Vorrang haben. Ihre Kritik richte sich nicht gegen die Forderung «Free Palestine» und auch nicht gegen Macklemores Recht, diese zu äussern. Pink verwies vielmehr auf dessen Auftritt von 2014, bei dem er mit Hakennase, schwarzem Bart und Perücke ein antisemitisches Stereotyp bedient hatte. Macklemore entschuldigte sich später dafür. Seine jüngsten Auftritte hätten bei ihr und anderen jüdischen Menschen erneut Angst ausgelöst. Pink erklärte, sie wolle Macklemore weder zum Schweigen bringen noch seine Entlassung von Sheerans Tour fordern. Doch für die eigenen Leute einzustehen, sei «einsamer», als sie erwartet habe. Macklemore wiederum betonte, Kritik an Israel und seine Unterstützung für die Palästinenser richteten sich nicht gegen Juden.
Pink
18. Sep 2026
Kommentar
Emily Langloh