New York 27. Mär 2026

Iran-Verbindungen hilft Opfern

Nach jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten erhalten Opfer iranisch unterstützter Terroranschläge erstmals umfangreiche Entschädigungen aus Vermögenswerten in den USA. Ein mit dem Iran verbundenes Hochhaus in Manhattan hat einen Vergleich in Höhe von 318 Millionen Dollar ermöglicht, der nun an Hunderte Opfer und deren Familien ausgezahlt wird. Im Zentrum des Falls steht das 36-stöckige Bürogebäude an der Adresse 650 Fifth Avenue, dessen Eigentumsverhältnisse laut US-Behörden über Jahre verschleiert wurden. Über ein Geflecht aus Stiftungen und Scheinfirmen soll die iranische Staatsbank Melli Einnahmen aus Mieten nach Teheran geleitet und damit US-Sanktionen umgangen haben. Die nun vereinbarte Zahlung ist das Ergebnis eines rund 17 Jahre dauernden Verfahrens. Bereits seit den 2000er Jahren hatten zahlreiche Opfer vor US-Gerichten Schadensersatzansprüche gegen den Iran erstritten, die jedoch nie beglichen wurden. Insgesamt summieren sich entsprechende Urteile auf mehrere Milliarden Dollar. Zu den Begünstigten zählen unter anderem Familien von Opfern des Anschlags auf das Sbarro-Restaurant in Jerusalem im Jahr 2001 sowie weitere Betroffene iranisch unterstützter Attentate in Israel und weltweit. US-Staatsanwalt Jay Clayton sprach von einem «langjährigen und koordinierten Vorgehen», um versteckte iranische Vermögenswerte aufzuspüren und sicherzustellen, dass die Gelder nicht weiter «Terroristen und deren Unterstützern» zugutekommen, sondern den Opfern. Ein erster Teilbetrag wurde bereits ausbezahlt, der Rest soll in den kommenden Jahren folgen.

Redaktion