Luzern 12. Jun 2026

Religionspreis für Forschung

Zwei Maturandinnen aus Luzern werden mit dem Luzerner Religionspreis 2026 ausgezeichnet. Die Theologische Fakultät und das Religionswissenschaftliche Seminar der Universität Luzern würdigen damit herausragende Arbeiten zu Religion und Ethik. Sarah Epelbaum von der Kantonsschule Musegg erhielt den Preis für ihre Untersuchung zum Antisemitismus im Leben orthodoxer und nicht orthodoxer jüdischer Jugendlicher. Auf Grundlage einer Umfrage unter 98 jungen Jüdinnen und Juden sowie ergänzender Interviews zeigt ihre Arbeit, dass antisemitische Vorfälle seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 deutlich zugenommen haben. Während orthodoxe Jugendliche häufiger direkte Anfeindungen erleben, berichten nicht orthodoxe Jugendliche vermehrt von Ausgrenzung und antisemitischen Äusserungen im Alltag. Ausgezeichnet wurde auch Helena Schillinger von der Kantonsschule Sursee. Sie analysierte die legale Bordellprostitution in Luzern aus feministischer Perspektive und verband dazu theoretische Ansätze mit Interviews von Sexarbeiterinnen. Beide Preisträgerinnen erhalten ein Preisgeld von 500 Franken.

Emily Langloh