Nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Walliser Skiort Crans-Montana an Neujahr hat die israelische Hilfs- und Identifikationsorganisation ZAKA die Schweizer Behörden bei den Arbeiten vor Ort unterstützt. Die internationale Einheit der Organisation war mehrere Tage im Einsatz und arbeitete eng mit Polizei, Rettungskräften und Forensikern zusammen. Freiwillige reisten kurzfristig aus verschiedenen europäischen Ländern an, zusätzlich wurde spezielles Material aus Israel eingeflogen. ZAKA half bei der Bergung der Opfer, bei Identifizierungsprozessen sowie bei der logistischen Koordination und begleitete betroffene Familien mit grosser Sensibilität. Geleitet wurde der Einsatz unter anderem von Nachman Dyksztejn sowie Baruch Niddam, Direktor der internationalen ZAKA-Division, der sich persönlich an den Bergungs- und Identifizierungsarbeiten beteiligte. Für ihn war der Einsatz auch emotional besonders belastend: Unter den Opfern befand sich seine 15-jährige Cousine, Charlotte Niddam. Die Teams dokumentierten mögliche Fluchtwege und suchten systematisch nach Hinweisen, wo sich Opfer hätten in Sicherheit bringen können. Die Schweizer Behörden zeigten sich dankbar für das Fachwissen der Organisation. ZAKA betonte nach Abschluss des Einsatzes, ihr weltweites Engagement gelte der Wahrung der Würde der Toten und der Unterstützung lokaler Behörden, unabhängig von Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit.
Crans-Montana
09. Jan 2026
Notfallhilfe aus Israel
Emily Langloh