Mit 71 zu 45 Stimmen gewann die Rechte am 18. März mühelos die Abstimmung. Mit einer Resolution starteten die Abgeordneten der Linken den Angriff. Sie forderten die Kantonsregierung auf, von der UEFA zu verlangen, innerhalb einer festgelegten Frist zu begründen, ob die Beibehaltung des israelischen Fussballverbands als Mitglied mit den Grundsätzen des Friedens und der Nichtdiskriminierung vereinbar ist, auf denen dessen Steuerbefreiung in der Schweiz in Höhe von 30 Millionen Franken beruht. Zudem zeigte man sich in der Resolution empört darüber, dass mindestens fünf Vereine ihren Sitz und ihre Aktivitäten in Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten hätten. Entsetzt über die vermutlich 70 000 Opfer in Gaza und ohne ein Wort zum Massaker der Hamas vom 7. Oktober wurden die Argumente der Linken vom Tisch gewischt. Einige Vertreter der Rechten prangerten «eine Instrumentalisierung der kantonalen Steuerpolitik zur Förderung einer geopolitischen Sache» an. Für Christelle Luisier, Präsidentin des Staatsrats und Finanzchefin, hängt eine einem internationalen Verband gewährte Steuerbefreiung nicht von der internationalen Politik seiner Mitglieder ab. Sie könne nicht «an eine politische Stellungnahme oder an die Förderung des Friedens geknüpft werden».Schliesslich trug auch die Tatsache, dass die UEFA in Nyon fast 1000 Mitarbeiter beschäftigt und dass politischer Druck die Befürchtung aufkommen lassen könnte, sie könnte aus dem Kanton Waadt und aus der Schweiz abwandern, zur Ablehnung des Antrags bei. Das Foto zeigt den Schweizer Hauptsitz der Uefa. TA
Lausanne
20. Mär 2026
Keine Uefa-Sanktion Israels