Vier Lehrpersonen der Jüdischen Schule Noam in Zürich haben an einem 16-tägigen Bildungsseminar in Israel teilgenommen. Die Reise war Teil des internationalen Weiterbildungsprogramms «Rimonim» und richtete sich an jüdische Pädagoginnen und Pädagogen aus der Diaspora. Zum Auftakt wurden die Teilnehmenden im Amtssitz des israelischen Präsidenten empfangen: Isaac Herzog würdigte bei einer Zeremonie im Beit Hanasi die Rolle jüdischer Lehrkräfte in einer Zeit wachsender antisemitischer Bedrohungen weltweit. «Als Lehrpersonen stehen Sie an der Front», sagte Herzog. Jüdische Bildung sei ein zentraler Pfeiler zur Stärkung von Identität, Stolz und der Verbindung zu Israel. Die Zürcher Lehrkräfte erhielten zum Abschluss des Seminars Zertifikate des Herzog College of Education. Das Seminar führte die Gruppe unter anderem nach Jerusalem, Gusch Etzion, Tiberias und Safed. Auf dem Programm standen Besuche von Ano – Museum of the Jewish People, im Israel-Museum sowie in der Nationalbibliothek Israels. Begleitet wurden die Exkursionen von Vorträgen zu jüdischer Identität, Tanach und zeitgemässer Didaktik. Die Kodesch-Lehrerin Bracha Czitron betonte, das Lernen des Tanach als «unsere Geschichte» habe ihren Unterricht nachhaltig verändert. Das Rimonim-Programm von Herzog Global erstreckt sich über 18 Monate und kombiniert Online-Studium, Mentoring und einen Israel-Aufenthalt. Die Zürcher Lehrkräfte schliessen die Ausbildung im Sommer mit einem Lehrdiplom für jüdische Diaspora-Bildung ab.
Zürich/Jerusalem
16. Jan 2026
Israel als Klassenzimmer
Emily Langloh