Basel 15. Mär 2019

Fasnacht politisch

Basel war von Montag bis Mittwoch im Themenrausch während der Fasnacht. In diesem Jahr sorgten neben ausgelassener Stimmung aber auch ernstere Themen wie Rassismus und Diskriminierung für Gesprächsstoff. Bereits vergangenen Sommer wurde Kritik am vermeintlich rassistischen Namen der Basler Guggenmusikgruppe Negro Rhygass laut. Diskutiert wurde, was an der Fasnacht gestattet ist und wo die Grenzen liegen. Diese Frage kam am traditionellen Cortège nun erneut auf: Zu sehen waren unter anderem Männer im Stil von rassistischen Kolonialbeamten in Afrika. Dahinter, in Käfigen eingesperrt, tobten Menschen wie Wilde. Die Themen Rassismus und Diskriminierung kamen immer wieder hoch, auch im Hinblick auf die Politik von Donald Trump (Foto). Pia Inderbitzin, Präsidentin des Fasnachts-Comités, sagte gegenüber SRF, die Narrenfreiheit sei wichtig, habe aber auch Grenzen: «Sie darf keine religiösen und ethnischen Gefühle verletzen.» Daneben aber dürfe sie alles sagen, was gesagt werden müsse.

Redaktion