Angehörige von Terroropfern warnen vor Zusammenarbeit mit arabischen Parteien.
96 Hinterbliebene fordern Gadi Eisenkot, Naftali Bennett und Avigdor Liberman auf, keine Regierung mit Beteiligung oder Unterstützung arabischer Parteien zu bilden. Initiiert wurde der Appell vom Forum «Choosing Life».
In einem offenen Brief wenden sich 96 Angehörige von Menschen, die bei Terroranschlägen getötet wurden, gegen eine Zusammenarbeit mit arabischen Parteien bei der israelischen Regierungsbildung. Wie «Israel National News» berichtet, richtet sich das Schreiben an die Vorsitzenden zionistischer Parteien, die Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ablösen wollen, darunter Gadi Eisenkot, Naftali Bennett und Avigdor Liberman.
Die Unterzeichnenden werfen Vertretern arabischer Parteien vor, Terrorakte unterstützt zu haben, bei denen ihre Angehörigen ermordet wurden. Der Bericht führt dafür keine konkreten Beispiele an. Aus diesem Vorwurf leiten sie die Forderung ab, weder eine gemeinsame Koalition zu bilden noch eine Regierung auf die parlamentarische Unterstützung dieser Parteien zu stützen.
Das Forum «Choosing Life» kündigte an, weitere Unterschriften zu sammeln und den Brief den Parteivorsitzenden direkt zu übergeben. Die Initiative erhöht damit den öffentlichen Druck auf Netanyahus Gegner bei der Suche nach einer Regierungsmehrheit.