Äusserungen von Pressesprecherin Karoline Leavitt.
Gestern Montag gab Pressesprecherin Karoline Leavitt auf Journalisten-Fragen, ob arabische Staaten ähnlich wie während des Golfkriegs im Jahr 1990 für den Krieg aufkommen sollten zurück: Trump habe «grosses Interesse, sie dazu aufzufordern… Ich möchte ihm in dieser Angelegenheit nicht vorgreifen; es ist jedoch zweifellos eine Idee, von der ich weiss, dass er sie verfolgt». Man werde davon bald «mehr von ihm hören».
Während des Golfkriegs führte die USA eine globale Koalition aus Dutzenden von Ländern an, um auf Ersuchen Kuwaits und mehrerer seiner arabischen Nachbarstaaten die irakische Invasion in Kuwait abzuwehren. Im Gegenzug stellten Staaten der Region sowie Mitglieder der Koalition – darunter Deutschland und Japan – insgesamt 54 Milliarden Dollar (heute 134 Milliarden Dollar) bereit, um die Kosten des US-Einsatzes mitzufinanzieren.
Nun sind die USA und Israel jedoch unilateral gegen den Iran in den Krieg gezogen. Anfang März forderte der Trump-Freund Sean Hannity auf Fox News, jede Vereinbarung über einen Waffenstillstand müsse die Bedingung enthalten müsse, dass der Iran « in Form von Öllieferungen» für die Kosten des Krieges aufkommt. Gleichzeitig fordert Teheran von den USA «Reparationen» im Rahmen eines Friedensabkommens. Teheran greift bekanntlich zunehmend zivile Ziele in Golfstaaten an und hat damit rasch Milliarden-Schäden angerichtet.
Leavitt hat zudem die Auffassung der Regierung bekräftigt, wonach der Anstieg der Energiepreise in den USA seit Ende Februar um 50 oder mehr Prozent durch die Vorteile einer Schwächung des Iran aufgewogen werde: «Die übergeordnete Botschaft lautet weiterhin: Hierbei handelt es sich um kurzfristige Massnahmen und kurzfristige Preisschwankungen, die dem langfristigen Nutzen dienen, nämlich der Beseitigung der Bedrohung, die der Iran für die USA, unsere Truppen und unsere Verbündeten in der Region darstellt» (Link).