USA – Universitäten 03. Feb 2026

Trump will angeblich auf 200 Millionen-Dollar-Zahlung von Harvard verzichten

Donald Trump

Mutmassliche Vermittlung von Stephen Schwartzman.  

Laut der «New York Times» hat der US-Präsident Trump in den Verhandlungen mit Harvard einen wichtigen Punkt aufgegeben und die Forderung nach einer Zahlung von 200 Millionen Dollar an den Staat fallen gelassen. Damit wolle Trump die Konflikte seiner Regierung mit der Universität end-lich beilegen. Harvard war das wichtigste Ziel der Kampagne Trumps, mehr Kontrolle über die Hochschulbildung auszuüben. Hebel sind Antisemitis-mus-Vorwürfe im Zusammenhang mit pro-palästinensischen Demos an Campussen nach dem 7. Oktober 2023.
Vertreter der Trump-Regierung haben in den letzten Tagen angedeutet, dass der Präsident eine solche Zahlung nicht mehr erwartet. Diese Kompromiss-breitschaft wird in Zusammenhang mit den sinkenden Zustimmungswerten angesichts der Empörung über die Einwanderungspolitik und die tödlichen Schüsse von Bundesagenten auf zwei US-Bürger in Minnesota gesehen. Eine Einigung mit Harvard würde ihm daher in einer schwierigen Phase seiner Präsidentschaft einen Erfolg bescheren.
Allerdings scheint die Harvard-Führung zu bedenken, ob eine Beilegung des Konflikts zum heutigen Zeitpunkt nicht als politisches Geschenk an Trump gesehen wird. Allerdings steht die Uni angesichts der Abhängigkeit von staatlichen Forschungs- und Fördermitteln unter enormen Druck, den Konflikt beizulegen. Laut dem Bericht hat ein Treffen in Davos Bewegung in die Sache gebracht. Demnach ist Trump am WEF dem Finanzier Stephen Schwartzman begegnet, der als Harvard-Alumnus in den Verhandlungen zwischen der Uni und dem Weissen Haus vermittelt. Trump bat Schwartz-man, ihn in der Sache anzurufen. Bi einem Telefonat habe er Schwartzman dann vergangene Woche signalisiert, dass er keine Zahlung von 200 Millionen Dollar mehr von der Universität fordern würde, wenn dieses Zugeständ-nis die Einigung brächte.
 

Andreas Mink