Epstein-Affäre 03. Feb 2026

Drohende Anklage für die Clintons

Den Clintons droht eine Anklage. 

Anhaltendes Drama um Aussagen des Ex-Präsidenten und seiner Gattin vor dem US-Kongress.  

Wie zuerst von der «New York Times» vermeldet, hat der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im US-Kongress, James Comer, gestern Montag ein Angebot von Bill und Hillary Clinton zu Aussagen in der Jeffrey-Epstein-Affäre abgelehnt.
Das Paar hatte über Monate Vorladungen des von den Republikanern ge-führten Ausschusses als unrechtmässig und politisch motivierte Hetzjagd auf Trump-Gegner abgelehnt. Nachdem neun der 21 Demokraten an dem Ausschuss sich vorige Woche den Republikanern angeschlossen und auf
persönliche Aussagen im Kongress bestanden hatten, wechselten die Clin-tons jedoch den Kurs und kamen Comer am Samstag über einen Brief ihrer Anwälte weitgehend entgegen. Laut der Times entspricht das Schreiben ei-ner «nahezu vollständigen Kapitulation»: Bill Clinton sei nun zu einem vierstündigen, protokollierten Interview mit dem gesamten Ausschuss bereit.
Hillary Clinton hat nach eigenen Angaben Epstein nie getroffen oder mit ihm gesprochen und ist nun zu einer eidesstattlichen Erklärung zu der Affäre bereit. Auch sie wolle jedoch persönlich aussagen, so der Ausschuss dies verlange.
Comer lehnt das Angebot jedoch kategorisch als «unangemessen» ab. Vier Stunden seien zu knapp und der wortgewaltige Bill Clinton verstehe es, Fragen auszuweichen und so «die Uhr ablaufen zu lassen.». Comer lehnt zudem jede thematische Begrenzung der Befragung und damit die Forderung von Clinton ab, das Interview auf Angelegenheiten im direkten Zusammen-hang mit Epstein zu beschränken.
Bill Clinton war persönlich mit Epstein bekannt, will ihn aber nie auf dessen berüchtiger Karibikinsel besucht haben. Laut Flugprotokollen unternahm Clinton jedoch 2002 und 2003 vier internationale Reisen mit Epsteins Privat-jet. So droht dem Paar in den kommenden Tagen eine Abstimmung im Re-präsentantenhaus über eine «Missachtung der Kammer» und damit eine ent-sprechende Anklage durch das Justizministerium.
Diese kann zu Geldstrafen von bis zu 100'000 Dollar und einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr führen.

Andreas Mink