Eskalations-Drohung im Vorfeld der Wahlen in Israel und den USA.
In den letzten Tagen nehmen Warnungen von Regime-Exponenten in Teheran über Angriffe auf die unter der Strasse von Hormus verlaufenden Glasfaserkabel zu, die für arabische Golfstaaten, aber auch die Weltwirtschaft von erheblicher Bedeutung sind. So erklärte ein Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) als «Erinnerung an Feinde»: «Von sieben grossen Kabeln unter der Strasse von Hormus hängen das Internet und die kommerziellen Daten der Welt ab.» Dazu publizierten die Garden auf sozialen Medien neben der Botschaft ein KI erzeugtes Bild einer Rakete.
Wie von topnews bereits im Mai vermeldet, spekulieren Experten bereits seit einiger Zeit über iranische Attacken auf die digitale Infrastruktur im gesamten Nahen Osten, wobei Unterseekabel, Datenzentren und Einrichtungen für künstliche Intelligenz allesamt als potenzielle Ziele identifiziert wurden. Inzwischen kommen dazu einschlägige Drohungen aus Teheran. So warnte Mohsen Rezaee als Leiter des Nationalen Sicherheitsrats und ehemaliger Garden-Kommandeur Anfang Monat im Falle neuer Angriffe der USA und Israels vor Attacken auf die digitale Infrastruktur: «Sollte erneut ein Krieg ausbrechen, werden die zahlreichen Unterseekabel, Rechenzentren und KI-Einrichtungen in der Region – mit einem Wert von zwei Billionen Dollar – in unsere Reichweite gelangen.»
Rezaee kündigte zudem an, die Islamische Republik verfüge dafür über «neue Schlagkapazitäten» und habe «grosse Überraschung für den Feind» parat. In der weiteren Region sind US-Konzerne wie Google, Microsoft, Oracle, Google, Meta und Apple teilweise mit grossen Anlagen präsent – dies auf Wunsch von Golfstaaten, die nach einer Diversifizierung ihrer Volkswirtschaften weg von Öl und Erdgas streben.
Hintergrund der neuen Drohungen sind Meldungen über Angriffs-Pläne Netanyahus im Vorfeld der Wahlen in Israel kommende Woche. Trump hat Iran dagegen mit Attacken nach den Midterms am 3. November gedroht, die den Republikanern einen Machtverlust im US-Kongress nicht zuletzt aufgrund der vom Iran-Krieg aufgeheizten Inflation speziell bei Treibstoff-Preisen bringen könnten (Link).