USA – Wahlen 21. Okt 2026

Bloomberg steigt in den Ring

Der ex-Bürgermeister von New York City greift den Demokraten mit 80 Millionen Dollar unter die Arme.  

Zwei Wochen vor den Zwischenwahlen am 3. November liegen die Demokraten bei Umfragen und Analysen in Führung (siehe separate Meldung dazu). Aber bei Spenden und entsprechenden Ausgaben für Werbung und Wähler-Mobilisierung sind die Republikaner dank immenser Zuwendungen von Elon Musk und anderen Superreichen im Vorteil.

Dem will Mike Bloomberg zumindest ein Stück weit abhelfen. Der ex-Bürgermeister von New York City hat jüngst mit der Verteilung von Spenden an demokratische Wahl-Organisationen begonnen, die insgesamt 80 Millionen Dollar erreichen sollen. Bloomberg folgt damit einem vertrauten Muster: der 84-jährige Multimilliardär hat wiederholt bis in die letzten Wochen vor Wahlen mit Spenden zugewartet, um den Demokraten dann bei besonders wichtigen Rennen helfen zu können – dabei konzentriert er sich heuer auf das US-Repräsentantenhaus.

Damit will er sicherstellen, dass die Linksliberalen auf jeden Fall die Mehrheit in einer der beiden Kammern holen. Denn anscheinend schwenken andere Grossspender der Demokraten nun auf Senats-Kampagnen in Ohio oder Texas, deren Ausgang trotz guter Prognosen unsicher bleibt. Indem er Mittel direkt an den aus New York stammenden Fraktions-Chef Hakeem Jeffries zur Weiterverteilung gibt, stärkt Bloomberg bewusst auch die Hand der moderaten Kräfte in der Partei gegen Radikale aus dem Dunstkreis der Israel-kritischen Demokratischen Sozialisten. Dies machte ein Bloomberg-Sprecher gestern Dienstag gegenüber der «New York Times» klar.

Für die Präsidentschafts-Wahlen 2028 hat Bloomberg noch keine Favoriten – aber er hat bereits Josh Shapiro unterstützt. Der Gouverneur von Pennsylvania steht im November zur Wiederwahl, hat aber auch Ambitionen auf die Präsidentschafts-Kandidatur (Link).

Andreas Mink