Ein wegen eines mutmasslichen Hitlergrusses suspendierter Funktionär des New York Young Republican Club ist wenige Wochen später wieder gemeinsam mit Clubpräsident Stefano Forte öffentlich aufgetreten.
Wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) berichtet, wurde der Schatzmeister des Clubs nach den Antisemitismusvorwürfen zwar suspendiert, offenbar aber nicht vollständig aus dem Umfeld der Organisation ausgeschlossen.
Auslöser der Affäre war eine Recherche des «New York Magazine». Darin wurde ein Foto veröffentlicht, das den damaligen Schatzmeister in deutscher Militärkleidung bei einer Geste zeigt, die wie ein Hitlergruss aussieht. Zwei ehemalige Clubmitglieder identifizierten ihn auf dem Bild. Der Betroffene bestritt die Vorwürfe und erklärte, das Foto sei manipuliert worden. Zudem wurden einem mit ihm in Verbindung gebrachten Social-Media-Konto antisemitische Äusserungen und Hitler-Bezüge zugeschrieben.
Die Affäre verschärft die Kritik am New York Young Republican Club und an dessen Präsidenten Stefano Forte. Ehemalige Mitglieder werfen Forte vor, innerhalb der Organisation ein Klima geschaffen zu haben, in dem rechtsextreme und antisemitische Positionen zunehmend akzeptiert würden. Mehrere jüdische Vorstandsmitglieder sollen den Club verlassen haben; zeitweise verschwand auch die Mesusa am Eingang des Clubhauses in Manhattan. Forte selbst äusserte sich zu diesen Vorwürfen gegenüber dem «New York Magazine» nicht.
Der Fall steht im Zusammenhang mit einer breiteren Debatte über rechtsextreme Tendenzen innerhalb republikanischer Nachwuchsorganisationen. Bereits 2025 war die separate Organisation der New York State Young Republicans nach der Veröffentlichung rassistischer und antisemitischer Telegram-Chats aufgelöst worden.