Trauer um Opfer der Hamas-Terroristen; Verurteilung des «Völkermords» der IDF in Gaza.
Am dritten Jahrestag des 7. Oktober 2023 hat Zohran Mamdani an seinem ersten Gedenktag als Bürgermeister von New York City in einem kurzen Statement Trauer um die israelischen Opfer und die 251 Geiseln gezeigt, jedoch der Verurteilung des israelischen Krieges in Gaza als «Völkermord» und der Beschuldigung der US-Regierung als mitschuldig an israelischen Kriegsverbrechen deutlich mehr Raum gewidmet.
Die Hamas habe «entsetzliche Kriegsverbrechen» begangen und der Jahrestag sei «zutiefst schmerzhaft für so viele New Yorker». Doch das «Leid begann weder an diesem Tag und endete auch nicht.» Mit Blick auf die palästinensischen Opfer des Krieges heisst es: «Drei Jahre später müssen wir uns weigern, eine Welt zu akzeptieren, in der Besatzung und Apartheid andauern, in der Kriegsverbrechen ungestraft geahndet werden und unsere Bundesregierung sich weiterhin an jeder Waffenlieferung beteiligt.»
Die Aussagen stehen in krassem Gegensatz zu Erklärungen anderer Persönlichkeiten der Politik wie der New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul, die den 7. Oktober als «tödlichsten Tag für das jüdische Volk seit dem Holocaust» hervor hob: «Der Schmerz dieses dunklen Tages ist nicht verblasst. Aber auch nicht die Stärke, Widerstandsfähigkeit und dauerhafte Hoffnung des jüdischen Volkes.»
Mamdanis Erklärung fand heftige Kritik jüdischer Organisationen. So hielt Jonathan Greenblatt als CEO der Anti-Defamation League fest, Mamdani habe in kein einziges Mal den Begriff «Juden» gebraucht und «missbrauche einen Tag, welcher der Trauer um das schlimmste Massaker an Juden seit dem Holocaust gewidmet ist, um Ihre üblichen antizionistischen Floskeln wieder auf zu wärmen». Die Stadt mit der grössten jüdischen Bevölkerung ausserhalb Israels verdiene «einen Bürgermeister, der die Toten ehren kann, ohne sie auszubeuten.»
Mamdani wurde zudem vorgeworfen, die Bevölkerung zu spalten und er solle sich als Bürgermeister auf die City konzentrieren. Rabbiner Ammiel Hirsch bezeichnete die Erklärung als Präsident des New York Board of Rabbis als «moralisch pervers» und als ein «Messer, das in den Schmerz der jüdischen Gemeinschaft in New York und Amerika stösst». Die Erklärung sei «für so viele Juden derart beleidigend, dass sich das Ausmass dieser Kränkung kaum in Worte fassen lässt.» Mamdani bestärke das Gefühl von Juden bereits seit seinem ersten öffentlichen Auftritten: «nämlich dass er ein Problem mit der kollektiven Selbstbehauptung der Juden hat und den Staat Israel hasst.»
Auch die UJA-Federation of New York kritisierte Mamdanis Darstellung des Gaza-Kriegs scharf. Der Bürgermeister habe sich entschieden, «auf die Trauer jüdischer New Yorker mit falschen und hetzerischen Angriffen gegen Israel zu reagieren». Damit lenke Mamdani nicht nur vom Leid der Opfer der Hamas-Grausamkeiten ab, sondern gefährde auch jüdische New Yorker» (Link).
Dennoch empörte er Linke, darunter junge Aktivisten, die seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt unterstützt und an pro-palästinensischen Protesten an Universitäten teilgenommen hatten. Gruppen wie di Young Democratic Socialists of America werfen Mamdani vor, die pro-palästinensische Bewegung verraten und «vor zionistischem Druck kapituliert» zu haben (Link).