Unbekannte sind am Schabbat in die bekannte Reformsynagoge Kol HaNeshamah in Jerusalem eingebrochen.
Die Einbrecher beschädigten das Gebäude, ein Kunstwerk und rissen Pride-Flaggen herunter.
Die Täter drangen kurz nach Mitternacht auf das Gelände der Synagoge im Jerusalemer Stadtteil Baka ein. Sie schlugen ein Fenster ein und gelangten in den Gebetssaal. Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen mindestens drei Personen. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich keine Gemeindemitglieder im Gebäude.
Die Polizei sicherte Fingerabdrücke und leitete Ermittlungen ein. Festnahmen wurden bislang nicht gemeldet. Der reformierte Rabbiner und Abgeordnete Gilad Kariv bezeichnete die Täter als «aufgehetzte Randalierer» und warf der Regierung vor, die Feindseligkeit gegenüber liberalen jüdischen Strömungen zu fördern.
Kol HaNeshamah war bereits mehrfach wegen ihres Engagements für die LGBTQ-Gemeinschaft angegriffen worden. 2023 drangen Unbekannte zweimal in das Gebäude ein und entfernten Pride-Flaggen.