USA – Nahost 28. Jan 2026

Protest gegen Abschiebungen nach Iran

Trump-Regierung will Iraner trotz tödlicher Gefahr an die Islamische Republik ausliefern.  

Während eine amerikanische Armada in Richtung Iran fährt, will die Trump-Regierung weiterhin Flüchtlinge aus der Islamischen Republik an das Klerikal-Regime ausliefern. Das erklärt das National Iranian American Council. Laut Informationen der Stiftung plant die Regierung die Ausschaffung von zwei homosexuellen Iranern. NIAC schlägt Alarm: «Dieselbe Regierung, die den Iranern inmitten einer tödlichen Niederschlagung der Proteste versprochen hat, dass `Hilfe unterwegs ist´, schickt nun Iraner gewaltsam zurück in die Gefahr.» 

Angeblich sollen 40 Iraner in den kommenden Tagen in ihre alte Heimat zurück geflogen werden. Darunter ist ein 2021 aufgrund einer Klage wegen Homosexualität aus Iran geflohenes, schwules Paar. Die Männer erreichten die US-Grenze Anfang 2025 kurz vor Trumps Amtseinführung und beantragten Asyl. Nun befürchten sie eine Hinrichtung, falls sie in den Iran zurückgeschickt werden.

Die Abschiebeflüge wären die dritten dieser Art. Die Trump-Regierung hat im September und Dezember letzten Jahres jeweils zwei Abschiebeflüge mit je 55 Personen in den Iran gesandt. Unter den Passagieren waren homosexuelle Iraner und einige, die zum Christentum konvertiert waren – beides ist im Iran illegal. Zwei der abgeschobenen Christen wurden später laut der BBC vom iranischen Geheimdienst zu Verhören vorgeladen.

Im Juli 2025 filmten Menschenrechtler, wie Agenten der Einwanderungsbehörde ICE einen christlichen Iraner abführten, während dessen Frau eine Panikattacke erlitt. Der Mann wurde später in ein Drittland abgeschoben, seine Frau erhielt jedoch Asyl in den USA, so die BBC. Ein anderer christlicher Iraner, der über die Türkei in den Iran abgeschoben werden sollte, konnte während seines Zwischenstopps an einem türkischen Flughafen fliehen und hält sich nun versteckt (Link).
 

Andreas Mink