Der linke US-Streamer Hasan Piker hat mit einer Äusserung über jüdische Wähler in New York Kritik ausgelöst.
Auf X behauptete er, deren schwindende Unterstützung für die Demokraten sei allein auf ihre Haltung zu Israel zurückzuführen. Die Republikaner böten kein attraktiveres politisches Programm, schrieb Piker. Es gehe lediglich um die Fortsetzung der israelischen Kriegspolitik.
Anlass war ein CNN-Beitrag über Umfragen des Siena Research Institute. Demnach ist der Vorsprung der Demokraten gegenüber den Republikanern unter jüdischen Wählern im Bundesstaat New York bei der Wahl zum Repräsentantenhaus deutlich geschrumpft: von 49 Prozentpunkten 2022 auf durchschnittlich 13 Punkte in diesem Jahr. Die Demokraten liegen damit weiterhin vorn. Aus den genannten Zahlen allein lässt sich jedoch kein Motiv für die veränderten Wahlabsichten ableiten.
Sam Markstein, Kommunikationsdirektor der Republican Jewish Coalition, warf Piker vor, das antisemitische Klischee der doppelten Loyalität zu bedienen. Wer jüdische Wahlentscheidungen allein auf die Nahostpolitik reduziere, verkenne zudem die Sorgen über den wachsenden Antisemitismus und die Sicherheit jüdischer Menschen in den USA.