Bericht des «Congressional Research Service».
Laut einem offiziellen Bericht der bei der Library of Congress angesiedelten Forschungsstelle «Congressional Research Service» (CRS) in Washington sind während des Krieges im Iran mindestens 42 US-Militärflugzeuge verloren gegangen oder beschädigt worden. Die Verluste könnten aufgrund laufender Untersuchungen zu einzelnen Vorfällen oder anhaltenden Kampfhandlungen weiter steigen.
Kürzlich gab das Pentagon die Kosten für die Militäroperationen gegen den Iran im Rahmen der «Operation Epic Fury» mit fast 29 Milliarden Dollar an. Dies dürfte angesichts des CRS-Berichts eine Untertreibung sein. Der Report nennt als verlorene oder beschädigte Maschinen vier Kampfjets des Typs F-15E Strike Eagle, eine F-35A Lightning II, ein Erdkampfflugzeug des Typs A-10 Thunderbolt II, sieben Tankflugzeuge des Typs KC-135 Stratotanker, ein sehr teures, schwer ersetzbares Flugzeug für luftgestützte Frühwarnung und Führung (AWACS) des Typs E-3 Sentry, zwei Flugzeuge für Spezialeinheiten des Typs MC-130J Commando II, ein Such- und Rettungshubschrauber des Typs HH-60W Jolly Green II, 24 Drohnen des Typs MQ-9 Reaper (für mittlere Flughöhen und lange Flugdauer) sowie eine Drohne des Typs MQ-4C Triton (für grosse Flughöhen und lange Flugdauer).
Das US-Verteidigungsministerium hat bislang noch keine umfassende Bilanz der Kampfverluste veröffentlicht. Der CRS hat die Verlustzahlen durch die Auswertung von Presseberichten sowie offiziellen Stellungnahmen des Pentagon und des US-Zentralkommandos (CENTCOM) zusammengestellt.
Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi hat den CRS-Bericht bereits auf der Plattform X bekannt gemacht und erklärt, die Islamische Republik habe aus den zweimonatigen Kampfhandlungen vor der im April geschlossenen Waffenruhe wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Teheran werde dieses Wissen nutzen und den US-Streitkräften «noch viele weitere Überraschungen» bereiten, sollte Trump die militärischen Operationen gegen Iran wieder aufnehmen (Link).