Der französisch-jüdische Sänger und Schauspieler Patrick Bruel hat weitere Konzerte und Festivalauftritte abgesagt.
Seine Produktionsfirma teilte mit, dass sämtliche geplanten Festivalauftritte zwischen Juni und September 2026 gestrichen würden, um die «Serenität» der Veranstaltungen nicht zu beeinträchtigen.
Die Absagen erfolgen vor dem Hintergrund zahlreicher Vorwürfe sexueller Gewalt gegen den 67-Jährigen. Französische Medien berichten von mehreren laufenden Ermittlungen sowie von rund dreissig Frauen, die Vorwürfe gegen den Künstler erhoben haben. Bruel weist die Anschuldigungen zurück.
Bereits zuvor waren einzelne Auftritte verschoben oder gestrichen worden, darunter ein Konzert in Freiburg in der Schweiz. Auch das Paléo Festival in Nyon erklärte, den Sänger künftig nicht mehr programmieren zu wollen. Zudem zog sich Bruel aus der Benefiztruppe «Les Enfoirés» zurück, der er während Jahrzehnten angehört hatte.
Bruel zählt seit den 1980er-Jahren zu den bekanntesten Künstlern Frankreichs. Als Sohn jüdischer Eltern aus Algerien engagierte er sich wiederholt gegen Antisemitismus und für Israel.