Geheimtreffen 04. Dez 2018

Operation «Schild des Nordens» lanciert

Am frühen Dienstagmorgen wurde schlagartig klar, weshalb Netanyahu und Pompeo so dringend über Libanon und die Hizbollah sprechen mussten.

Im Laufe der Nacht vom Montag auf den Dienstag lancierten die IDF die Operation «Schild des Nordens». Das gab die israelische Armee am frühen Dienstag zur Veröffentlichung frei. Zweck der Aktion sei die Aufdeckung und Zerstörung von Angriffstunnels der Hizbollah, die, wie jetzt bekannt geworden ist, entlang der libanesisch-israelischen Grenze verlaufen, teilweise aber über die internationale Grenze hinweg ins israelische Territorium hineinreichen. «Das Graben von Tunnels stellt eine brutale Verletzung der israelischen Souveränität dar», sagte Armeesprecher Brigadegeneral Ronen Manelis. Ziel der Operation ist ferner die Neutralisierung aller Hizbollah-Angriffstunnels, die in israelisches Territorium hineinreichen. Die Operation erstreckt sich entlang der so genannten «blauen Linie», wie die internationale Grenze zwischen Libanon und Israel genannt wird. Die Linie befindet sich im vollen Umfang auf israelischem Territorium. Die Operation wird angeführt von Generalmajor Yoel Strick, dem IDF-Kommandanten des Nordabschnitts. Sie schliesst Truppen des Ingenieur-Korps ein, des Geheimdienstes, wie auch der Verwaltung des Verteidigungsministeriums für die Entwicklung von Waffen und technologischer Infrastruktur (MAFAT). Obwohl die IDF betonten, dass sie auf jede mögliche Eskalation vorbereitet sei, welche von der Hiozbollah ausgehen könnte, haben die Bewohner in Nähe der Nordgrenze bis jetzt keine speziellen Verhaltensmassregeln erhalten.

Jacques Ungar