Erster Test für Bürgermeister Zohran Mamdani.
Am Donnerstagabend trafen vor einer modern-orthodoxen Synagoge in Queens pro-palästinensische und pro-israelische Aktivisten aufeinander. Die Gemeinde Young Israel of Kew Garden Hills war Gastgeber einer Veranstaltung von Nefesh B’Nefesh (Link) zur Förderung von Immobilienverkäufen in Israel, aber auch der jüdischen Siedlung Ma´ale Adunim im Westjordanland. Veranstaltungen der Organisation haben in New York wiederholt zu pro-palästinensischen Protesten geführt. Diese wurden zum Anlass harter Kritik jüdischer Verbände an der Stadt und der New Yorker Polizei (NYPD).
Der Anlass am Donnerstag würde daher als erster Test für Bürgermeister Zohran Mamdani betrachtet. Das NYPD konnte beide Gruppen jedoch weitgehend voneinander getrennt halten und hielt die pro-palästinensischen Demonstranten in sicherer Distanz zu den Veranstaltungsteilnehmern. Die von der Gruppe PAL-Awda organisierten, rund 100 Demonstranten blieben allerdings für die Anwesenden deutlich mit Parolen wie «Tod der IDF», «Globalisierung der Intifada» und einmal mit «Sagt es laut und deutlich: Wir unterstützen hier die Hamas» zu hören.
Die Ereignisse vor der Synagoge waren der erste grössere pro-palästinensische Protest in der Stadt seit Mamdanis Vereidigung als Bürgermeister am 1. Januar. Er hatte dabei sein Versprechen bekräftigt, für die Sicherheit aller New Yorker zu sorgen, aber auch mit Blick au die israelische Beratung und Besiedlung on Palästinensergebieten erklärt: «Heilige Stätten dürfen nicht für Aktivitäten missbraucht werden, die gegen internationales Recht verstossen.»
Auch die Zahl der meist jungen und männlichen Unterstützer Israels lag am Donnerstag bei 100. Sie schlugen ihrerseits rabiate Töne wie «Fuck Mamdani», «Schafft Eure Nazi-Flaggen aus meiner Nachbarschaft» (gemeint waren palästinensische» oder «Wir lieben ICE» (Link) an. Am Vortag hatte ein ICE-Beamter tödlichen Schüsse auf eine Frau Minneapolis abgegeben (Link).
Mamdani und das NYPD haben diesen Test anscheinend bestanden.