Verlegungen heute Montag und Dienstag.
Heute Montag werden in Ahnatal-Weimar sechs Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig zur Erinnerung an vertriebene und ermordete jüdische Familien eingelassen. In der Wilhelmthaler Str. 2 werden fortan die Namen von Mitgliedern der Familie Alexander zu sehen sein, die von 1928 bis 1933 hier lebten: Viola Alexander (geb. Loewenstein) und Hugo Alexander mit der Tochter Hertha und dem Sohn Helmuth. Einige Meter weiter im heutigen Haus «Ecke 6» wohnten deren Verwandten Irmgard und Bernhard Loewenstein. Dieser wurde von SA-Mitgliedern schwer verletzt und floh mit weiteren Verwandten zunächst in die Niederlande, ehe das Paar nach Südafrika emigrieren konnte. Von der Familie Alexander hat nur Hertha den Nazi-Terror überlebt. Wie die Kirche Ahnatal mitteilt, wird deren Sohn Peter Loewenstein bei der Verlegung der Stolpersteine teilnehmen und von Schicksal der Familie berichten (Link).
Morgen Dienstag sollen im hessischen Meimbressen erneut Stolpersteine verlegt werden und zwar zum Gedenken an Mitglieder der dort bis zur Nazi-Ära beheimateten Familien Meier und Minna Goldwein (geb. Rosenbaum), Jakob und Rosa Frankenberg (geb. Kander), Levi und Mathilde Frankenberg (geb. Kander), Willi Löwenstein sowie Levi und Ida Goldwein (geb. Hammerschlag). Auch hier werden laut den lokalen Aktivisten von Judaica in Meimbressen Nachfahren der Familien erwartet und wie bei früheren Gedenkanlässen wirken Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Grupe-Schule mit. Für musikalisch Begleitung sorgt Elena Padva vom Sara-Nussbaum-Zentrum Kassel (Link).