Spanien 07. Nov 2019

Mindestens ein Viertel der Bewerber nicht jüdisch

Problematisches sefardisches Rückkehrergesetz.

Mindestens ein Viertel der Leute, die sich unter dem Rückkehrergesetz für die Nachkommen sefardischer Juden um die spanische Staatsbürgerschaft beworben haben, sind gemäss lokalen Medien selber gar nicht jüdisch. Von den fast 154000 Bewerbern sind knapp 53000 aus den vier lateinamerikanischen Staaten Kolumbien, Dominikanische Republik, Venezuela und Ecuador. Gemäss dem Jüdischen Weltkongress ist aber die kombinierte jüdische Bevölkerung dieser Länder kleiner als 10000. 4313 der Bewerber oder 2,8% sind Israeli, und über ein Fünftel (33653) kommen aus Mexiko, dem Staat mit der höchsten Bewerberzahl. Bis zum 1. Oktober wurden 31222 Gesuche gutgeheissen. Die restlichen sind noch hängig. Spanien hat sein Rückkehrergesetz für Nachkommen sefardischer Juden 2015, kurz nach Portugal verabschiedet.

Redaktion