Unterstützung angesichts steigender Nachfrage.
Die in Atlanta ansässige Jewish Fertility Foundation erhält eine Spende in Höhe von drei Millionen US-Dollar von der Marcus Foundation und damit die anhin bedeutendste, einzelne Donation in der Geschichte dieser Förderorganisation für In-vitro-Fertilisation (IVF). Wie die Fertility Foundation mitteilt, reagiert die von dem Home Depot-Gründer Bernie Marcus gegründete Stiftung damit auf ein rasch zunehmender Interesse jüdischer Paare an IVF.
Die Marcus Foundation steht der JFF schon seit längerer Zeit bei. Die neue Hilfe wird laut der Gründerin und Geschäftsführerin Elana Frank nicht in Zuschüsse für Paare gehen, sondern vorrangig in «weniger glamouröse Bereiche», also Gehälter,Sozialleistungen und berufliche Weiterbildung der Mitarbeiter, wissenschaftliche Forschung sowie Marketingausgaben. Die Marcus Foundation sitzt ebenfalls in Atlanta. Frank erklärte «eJewishPhilanthropy»: «Letztendlich geht es der Marcus-Stiftung darum, dass mehr jüdische Babys zur Welt kommen; deshalb unterstützen sie uns dabei, das Volumen unserer IVF-Zuschüsse zu erhöhen.»
Die JFF wurde 2015 gegründet und verzeichnet derzeit laut Frank den dritten «Nachfrageschub» nach IVF-Zuschüssen innerhalb weniger Jahre. Der erste Anstieg folgte auf die Terroranschläge vom 7. Oktober. Daraufhin hätten jüdische Paare als Reaktion darauf beschlossen, ihre Familien zu vergrössern. Ein zweiter Anstieg war in Atlanta und Washington, D.C., zu verzeichnen, nachdem Entlassungswellen auf Bundesebene zahlreiche Regierungsangestellte getroffen hatten – darunter auch Personen, die sich gerade mitten in einer IVF-Behandlung befanden. Dieser dritte Nachfrageschub halte nun schon länger an, sagte Frank. Sie führte dies sowohl auf die wachsende Bekanntheit der Stiftung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft als auch auf die generell steigende Nachfrage nach IVF in der amerikanischen Gesellschaft.
Die JFF unternimmt derzeit unterstützt von der Jewish Federation of Greater Atlanta ein Pilotprogramm, das Zuschüsse von 20'000 bis 25'000 Dollar vergibt, um die Kosten für eine Leihmutterschaft für jüdische LGBTQ+-Familien sowie für andere Personen zu decken, die auf eine Leihmutter angewiesen sind, um eine Familie zu gründen (Link).