Erstmals direkte Konfrontation bei Wahlspenden. Einsätze jedoch bescheiden im Vergleich zu AIPAC.
Erstmals direkte Konfrontation bei Wahlspenden. Einsätze jedoch bescheiden im Vergleich zu AIPAC.
Die liberale, pro-israelische Organisation J Street geht erstmals direkt mit Wahlspenden in eine Offensive gegen AIPAC. Dabei sollen drei Millionen Dollar gegen fünf von der konservativen Lobby unterstützte Republikaner in besonders hart umkämpften Rennen der Zwischenwahlen eingesetzt werden.
Damit wird der innerhalb beider Parteien tobende Streit um Israel erstmals Gegenstand der langjährigen Auseinandersetzung von zwei Gruppen, die sich selbst als pro-Israel bezeichnen.
Der «J Street Action Fund» steigt gegen den Senatskandidaten Mike Collins aus Georgia sowie die Abgeordneten Max Miller (Ohio), Derrick Van Orden (Wisconsin), Ryan Mackenzie (Pennsylvania) und Mariannette Miller-Meeks (Iowa) in den Ring. Die Mittel stellen die bislang grösste Ausgabe eines Super-PACs in der Geschichte von J Street dar, wirken aber angesichts von allein knapp 40 Millionen Dollar bescheiden, die AIPAC in Michigan gegen den dann siegreichen Abdul l-Sayed bi den demokratischen Vorwahlkampf investiert hat.
In Illinois hatte J Street im März den siegreichen Daniel Biss bei den viel beachteten demokratischen Vorwahlen für das Repräsentantenhaus zum Sieg über Bewerber verholfen, zu denen auch die von AIPAC unterstützte Laura Fine gehörte.
Dabei dürfte J Street von einer zunehmenden Ablehnung von AIPAC (und Israel) in der amerikanischen Öffentlichkeit profitieren. Laut einerUmfrage von AP-NORC aus dem Juni ist AIPAC allerdings nicht sonderlich bekannt. So sehen 25 Prozent der Amerikaner die Organisation negativ und 15 Prozent haben eine positive Haltung (Link).